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- Linksverkehr nicht wirklich schwierig, aber wer braucht das eigentlich? Auf den Strassen ausserhalb der Staedte ist eh nix los. Kommt durchaus vor, dass man 50km faehrt und kein anderes Fahrzeug gesehen hat. Auf den Nebenstrassen gruesst man sich sogar voller Freude, wie das Motorrad-Fahrer in Deutschland machen. Das Fahren von A nach B ist Dank toller Beschilderung kein Problem. Waere es so jedoch auch kaum, da man eine Hauptstrasse hat, von der alle 50-100km mal eine andere abzweigt, alles total uebersichtlich.

- Roadtrains sind LKWs, die auf den Highways unterwegs sind und 1-4 Anhaenger hinter sich herziehen. Besonders die mit 4 Haenger sind wirklich lang und ein Ueberholvorgang sollte gut geplant sein oder man wartet auf eine Ueberholspur, die hier und da auf den meist 1-spurigen Highways eingestreut werden.

- Die Highways sind durchweg in sehr gutem Zustand, aber halt 1-spurig und auf 130km/h limitiert. Man muss hin und wieder an Kreuzungen aufpassen und in Stadtnaehe sogar Amplen, tzz. Stadtnaehe ist auch ein weitlaeufiger Begriff. Oft denkt man, man ist schon lange raus, doch die Ranges reihen sich noch immer aneinander und es vergehen schon mal ein paar Kilometer, ehe man wieder draufdruecken kann.

- In Sachen Strasenschilder machen die Australier alles richtig. Man hat nicht nur das Schild, sondern sie schreiben auch gleich drauf, was man machen muss, zB Vorfahrt-Achten-Schild -> “Give Way”. Ich frag mich nur, warum man ueberhaupt eine Theoriepruefung braucht, Lesen lernen reicht vollkommen.

- Je weiter man von Darwin nach Sueden kommt, desto trostloser wird das Umland. Rote Erde, karge Baeume, hier und da ein bisschen gruen. Der Weg ist das Ziel kann eigentlich nur das Motto sein, wenn man die Einsamkeit im Outback mit einem Abenteuer verbindet oder sich viel zu erzaehlen hat. Radio Empfang hats da naemlich auch keinen.

- Das Land der Kaengurus haelt sich mit jenigen recht zurueck. Ab und zu sieht man mal eines tot am Strassenrand liegen, teilweise mit Verwehsungsgeruch oder taufrisch. Wir hatte das Vergnuegen ein paar lebende Exemplare in den fruehen Morgenstunden zu sehen, die sich an der Strasse aufhielten. Generell sollte man nach Einbruch der Dunkelheit bis zum Sonnenaufgang das Fahrzeug besser abstellen. Die Nationalparks gehoeren in dieser Zeit den Tieren.

- Campen ist wohl die beste und sinnvollste Moeglichkeit die Parks zu erkunden. Die wenigen Staedtchen bieten kaum Unterkuenfte und ausserdem liegen sie sehr weit voneinander entfernt. Bushcamps, Campingplaetze oder Caravanparks sind in der Naehe jeder Attraktion vorhanden, sodass man einfach schaut was man tagsueber so schafft und dann einfach das Naechstgelegene vor Einbruch der Dunkelheit ansteuert. Ausserdem sind die Sanitaeren Anlagen durchweg sauber und einladend gewesen, sodass einer Dusche nichts im Weg steht. Jede Einrichtung verfuegt ueber Feuerstellen und Grillplaetze, wo man es sich abends gemuetlich machen kann.

- Ob man die Tour mit dem Camper Van oder einem Auto + Zelt macht, bleibt abzuwaegen. Beides hat Vor- und Nachteile. Im Camper war es immer stickig heiss, wir mussten die Fenster und Tueren offen lassen und wurden von den Moskitos regelrecht aufgefressen (Moskitonetz haben wir leider keines im Supermarkt gefunden). Allerdings mussten wir uns keine Sorgen um den Untergrund machen, der meist hart und steinig war und bei Ankunft keine Zelt-Aufbau-Aktion starten. Besonders nach langen Wanderungen waere das recht muehsam gewesen. Als Backpacker hat man normalerweise kein Zelt, keine ISO Matte… also Van her oder im Secondhandshop einkaufen gehen.

Fazit:
Unsere Reisezeit von 6 Tagen, an denen wir etwa 1400km gefahren sind reicht zum Sehen der groessten Attraktionen aus. Ein paar Strecken, die nur mit einem 4WD Auto erreichbar gewesen waeren, mussten wir auslassen. Hierfuer haette man sicherlich nochmal 3 Tage spendieren koennen. Gegen Ende der Trockenzeit waren viele Gebiete total ausgetrocknet, jedoch sind andere auch nur in dieser Zeit erreichbar. Spannend waere ein Vergleich zur Regenzeit, besonders die Tierwelt soll dann noch beeindruckender sein. Campen war fuer uns ideal und bei 10-20 AUD pro Nacht (beide Personen) die guenstigste Loesung, schliesslich muss man ja schon den Van bezahlen. Wasser kann man nie genug mithaben (mind 3l pro Person pro Tag), doch in jedem Staedtchen kann man Lebensmittel einkaufen und hat so die Moeglichkeit sich selbst zu verpflegen. Auch tanken sollte man dort nicht vergessen, wer weiss, wann die naec hste kommt. Wie diese Nationalparks nun im Vergleich mit den noch kommenden abschneiden wird sich zeigen. Auf jeden Fall war es ein gelungener Einstieg und viele Eindruecke in kuerzester Zeit.

3 Comments on Eindruecke und Fazit

  1. 8-i says:

    Nein ich will, ich will !!!!

  2. Marco says:

    Muessen tust du gar nix, aber ja war doppelt, sry. Wenn man stundenlang auf dem Highway ohne Mugge unterwegs ist und sich auch sonst nix zu erzaehlen hat, kommt man dazu jede Menge zu Schreiben :-)

  3. 8-i says:

    Muss ich das auch lesen ;) Oder ist das doppelt?

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