Gegen Mittag dann Ankunft auf der Great Ocean Road, die in die folgenden 4 Teile unterteilt wird: Farmland, Sandsteinkueste, Regenwald, Surferparadies. Richtig interessant wurde es erst an der Sandsteinkueste. Bereits der erste Blick auf die “Bay of Islands” liess das Herz hoeher schlagen. Die steile Kueste mit der roetlichen Faerbung, das blaue Meer mit etwa 2-3 Meter hohen Wellen und dann irgendwelche Felsen mittendrin. Auch die “Bay of Martyrs”, oder die London Bridge waren aehnlich und doch einzigartig fuer sich. Verschiedene Geschichten von unserem Guide gaben zusaetzlichen Input und wir hatten jeweils genug Zeit um Fotos und Eindruecke zu sammeln. Der 2te Bogen der London Bridge zum Festland hin ist zum Beispiel im Januar 1990 eingestuerzt. Einzig Ueberlebende ein Paar, die sich dort zu einem romatischen Taechtelmaechtel eingefunden haben. Beide waren verheiratet, aber nicht miteinander, deswegen versuchten sie immer den Kameras der Medien auszuweichen, aber ohne Erfolg, hehe. In Port Campbell angekommen bezogen wir unser Hostel direkt am Strand und machten uns nach dem Abendessen auf zum Hoehepunkt des Tages, Sonnenuntergang bei den 12 Apostels. Wie oft sieht man schon die Sonne im Meer untergehen und dann auch noch bei einer so spektakulaeren Umgebung.

Ehe es nochmal kurz zu den 12 Apostels ging, war am dritten Tag ein besonderer Strand angesagt, der “Loch Ard”. Einzige Ueberlebende bei einem Schiffunglueck Anfang 1900 waren ein Mann und die Tochter einer reichen Familie, die er aus dem Wasser gezogen hatte. Da ihr Nachthemd nass war und er damit ihre “Goodies” sehen konnte, musste er nach damaligem Brauch um ihre Hand anhalten. Sie lehnte ab, er wurde Fischer mit 2 Soehnen, die beide bei einem Schiffsunglueck starben. Schliesslich kam auch er bei einem Sturm auf hoher See ums Leben. Und die Moral von der Geschicht: Haette er sich mal lieber nen Job auf dem Land gesucht, oft genug gewarnt wurde er ja. Mit den “Gibsons Steps”, die ein Farmer in den Fels schlug, um im Meer angeln zu koennen, verliessen wir dann Teil 2 der Great Ocean Road.

Auch wenn vom Regenwald nicht mehr viel uebrig ist, erschloss sich ein paar Minuten Busfahrt spaeter eine komplett andere Vegetation. Im Great Otway Nationalpark kann man bei “Maits Rest” den Wald noch so erleben, wie er 100 Jahre vorher noch weite Teile der Region bedeckte. Durch Abholzung fuer Landwirtschaft, aber auch durch grosse Feuer ist auf weiten Strecken eine langweile Huegellandschaft entstanden. Immer mehr Wald muss zudem dem wiederstandfaehigem Bambus weichen, der nach einem Feuer ganz einfach wieder aus der Wurzel spriest als waere nichts gewesen.

Die Strasse in den Kuestenregionen wurde mit Dynamit in den Fels gesprengt und schlaengelt sich am Meer entlang. Wir befinden uns inzwischen auf dem Surfteil der Great Ocean Road. Straende und kleine Ortschaften, die meist durch den Walfang entstanden sind und nun vom Tourismus leben, wechseln sich ab. Am Bells Beach sehen wir besonders viele Surfer, ein weltbekannter Strand bei dem jaehrlich irgendwelche Meisterschaften abgehalten werden. Auch der Kinofilm “Point Break” wurde dort gedreht. Unser Guide, wie immer bedacht um unser Wohl, machte im australischen “Herzogenaurach” (Torquay) einen letzten Stop vor Melbourne, denn die Heimat von Billabong und RipCurl lud in diversen Outlets zum Shoppen ein. Gegen 19 Uhr war es dann soweit, Abschied nehmen und Whales nochmal kraeftig die Haende schuetteln fuer einen weiteren Trip mit jeder Menge Aktion, Spass, gutem Essen und besonderen Eindruecken.

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