Anreise mit Mietwagen am Sonntag 29 Nov.

Mo 30.11
Um 6:30 Uhr aufgestanden, eben Fruehstueck und ein paar Sandwiches gemacht. Zum Wilsons Promontory waren es von unserem Hostel in Fosters etwa 45min Fahrt. Gleich am Anfang des Parks nahmen wir die erste Abzweigung fuer eine 5km Wanderung zum “Millers Landing” Beach, nett aber nichts besonderes. Konnten in den fruehen Morgenstunden ein paar Kaengurus sehen, aber vorallem die Auswirkungen eines Waldbrandes, der vor Kurzem ueber weite Teile des Parks wuetete. In Tidal River, dem einzigen Ort des Parks, schnappen wir uns in der Touri Info jede Menge Material ueber die zahlreichen Wanderungen und holten Infos ueber gesperrte Regionen des Parks. Der Bordwalk am oertlichen Fluss, der von den Eukalyptus Baeumen ganz braun gefaerbt war, war gegen Mittag erledigt und es ging zum anstrengensten Teil des Tages. Der Walk zum Gipfel des Mount Oberon dauerte oneway etwa 1,5 Std, doch die Aussicht von dort auf das Land und besonders die Kueste war`s wert. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und wir mussten uns dick einpacken. Beim Squeaky Beach kam dann doch endlich die Sonne etwas raus. Der Sand dort ist besonders weiss und quietscht beim Laufen an den Fuessen, daher wohl auch der Name. Nach 25 km wandern waren wir einigermassen fertig und machten uns gegen 17 Uhr auf den Rueckweg zum Hostel. Dort verbrachten wir einen lustigen Abend mit ein paar anderen Backpackern in Zimmerlautstaerke in der Kueche. Einer der Gaeste rastete dennoch voll, kam aus deinem Zimmer geschossen und Schrie wie wild “Shut up”. Als ob das noch nicht reichte hatte er auch noch nen Hammer in der Hand und drohte damit zuzuschlagen. Die Nacht war friedlich und der Typ am naechsten Morgen verschwunden. Haben das den Besitzern gemeldet, die daraufhin den Tuercode geaendert und eine Meldung an die anderen Hostels rausgegeben haben. Was ein Freak, aber wenigstens hatten alle was zum Lachen am naechsten Morgen.

Di 01.12
Ein wunderschoener Fruehlingstag, die Temperaturen nun ueber 20°C und nur leicht bewoelkt. Wir hatten uns gegen eine 30 km Wanderung zum suedlichsten Punkt Australiens entschieden und liessen den Tag ruhig angehen. Im Wilsons angekommen war unser erster Stop der “Sparkes Lookout”. Ein 2,5 km Walk durch mehr oder weniger verbrannten Wald, den Berg hinauf und da war er, der perfekte Ausblick aufs Meer. Wir waren alle vom blau des Meeres fasziniert, dass zur Kueste hin dann in ein tuerkis-blau ueberging. Die vorgelagerten Inseln brachten etwas Abwechslung und am Gipfel selbst runde Felsen die einerseits eine schoene Kulisse boten und andererseits zum Picknick einluden. Wir haben da bestimmt 2 Stunden mit Bilder knipsen, essen oder einfach nur in die Ferne schaun verbracht. Dagegen war der naechste Walk der reinste Reinfall. Eine Touristenattraktion, der “Lilly Pilly Gully Rainforest Walk” – ueberall angepriesen und dennoch nix aufregendes. 3 km ging es rein in den Wald, dann einmal im Kreis und eigentlich wieder zurueck. Haben fuer den Rueckweg aber eine gesperrte Strecke genommen, auf der lediglich 2 Bruecken von den Feuern zerstoert wurden und easy umgangen werden konnten. Am interessantesten dabei waren zum einen grosse Kaefer, die einen Hoellen Laerm machten, und zum anderen die frischen Triebe an total verkokelten Baumstaemmen. Zum Abschluss unserer Tour dann die “Picnic Bay”, wo wir erstmal ein Sonnenbad genommen haben. Zufaelligerweise ist uns aufgefallen, dass man von dort den perfekten Blick auf den Sonnenuntergang hat. Besser haetten wir es nicht planen koennen, manchmal hat man halt auch Glueck. Die Dunkelheit holte jede Menge Tiere aus ihrem Versteck und so dauerten die 40km nach Foster eine halbe Ewigkeit. Ganze Herden von Kaengurus & Wallabies schauten dumm aus der Waesche, als wir an ihnen vobeifuhren und zum Glueck hate keines Kuschelbedarf mit unserem Auto.

Fahrt zurueck nach Melbourne am Mi 02.12

Fazit:
Da es nur eine Strasse im Park gibt, macht man normalerweise eine 3 Tages Tour mit Uebernachtungen in Bushcamps oder sogar einem Leuchtturm. Doch auch mit den zahlreichen 2-10 km Wanderungen kann man einiges aufregendes Sehen und Erleben. Leider gab es diese Waldbraende sonst waeren bestimmt noch mehr Tiere unterwegs gewesen. Die Straende waren durchweg sauber und teilweise mit weissem Sand ein quitschendes Erlebnis. Besonders gut haben uns die Lookouts gefallen, wo man die Stille geniessen kann und einen tollen Blick auf die zerklueftete Kueste und das Meer hat. Von mir gibts ein klares: “Das muss man gesehen haben !”

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