Marco on December 11th, 2009

Es war einmal klein Marco, der voller Tatendrang im Internet eine 5 stuendige Tour am Freitag durch eine der Hoellen in Waitomo gebucht hat. Doch leider bekam er eine Absage, weil vor ihm boese Menschen alle Plaetze besetzt haben. Also entschied sich klein Marco fuer die gleiche Tour am naechsten Tag (Samstag), musste dann aber in den Bus einsteigen und konnte das Ergebnis nicht abwarten. Endlich angekommen in Waitomo huschte er direkt bei der Touri-Info rein und erkundigte sich nach seinem Platz bei der “Black Abyss” Tour. Doch sein Name stand nicht auf der Liste. Das maximum an Teilnehmer war erreicht, damit erlosch jede Hoffnung. Zum Glueck tat sich noch ein Platz am Freitag Nachmittag auf und schwups die wups war es seiner. Weil der Geldbeutel eh so schwer war, wurde die Rechnung direkt in bar beglichen. Gluecklich sezte er sich auf eine Wiese und genoss die Waerme der Sonne.

Kurz nach dem Abendessen beim Durchsehen seiner eMails dann die boese Ueberraschung, seine Anfrage ueber das Internet wurde nun auch bestaetigt. Jetzt stand klein Marco da, mit 2mal der gleichen Tour an unterschiedlichen Tagen und beide bezahlt. Er nahm all seinen Mut zusammen und ging zu der grossen schwarzen Office des Betreibers, um sein Leid zu klagen. Wegen der fortgeschrittenen Stunde war jedoch nur noch ein “Stallbursche” anzutreffen und auch uebers Telefon war niemand zu erreichen. Wuerde er nun beide Touren machen muessen, denn bezahlt waren sie ja schon? Wuerde die Zeit reichen eine Tour zu stornieren, denn die erste startete bereits am naechsten Tag und man muss 24 Stunden vorher bescheid geben? Wenn er eine Tour stornieren kann, wuerden sie es gestatten die uebers Internet gebuchte zu behalten, weil er hierauf einen 10% Rabatt bekommen hatte? Fragen ueber Fragen und klein Marco weit weg von zu Hause an einem Ort wo Schafe den Kuehen gute Nacht sagen.

Bereits um 7:30 Uhr klingelte der Wecker und das im Urlaub vom Urlaub. Klein Marco hetzte nach einer Katzenwaesche zum Fruehstueck und versuchte puenktlich um 8 Uhr den Betreiber erneut zu kontaktieren. Er hatte Glueck und auch wenn die Frau auf der anderen Seite der Leitung kaum zu verstehen war, konnte er seine Geschichte loswerden. Die Frau machte Hoffnung, wollte sich jedoch erst mit der Touri-Info auseinandersetzen. Da klein Marco eh das Hostel wechseln musste und seine Kohle wiederhaben wollte, schaute er da persoenlich vorbei. Alles lief reibungslos, Tour stoniert, Geld zurueck und obendrein noch einen freien Eintritt fuer das Museum bekommen. Und das End von der Geschicht: Neuseeland ist halt nett, die Leute sind nett und ueberhaupt braucht man nur fragen, wenn man was will.

Marco on December 10th, 2009

Am Mittwoch stand endlich mal eine sportliche Aktivitaet auf dem Programm. Auch hier muss man sich entscheiden, denn es gibt so viel Auswahl: Rafting, Sledging (Fluss runter mit Body Board), Skydive, Bungy Jumping, Canoe & Kayak, etc. Ich hab mich fuer Mountain Biking entschieden, schliesslich sind der Whakarewarewa Forest (Redwoods) das Zuhause der besten Tracks des Landes und es kostet zudem keinen Eintritt. Ein eingermassen taugliches Rad war schnell aufgetrieben und mit einer Karte in der Tasche gings los auf eigene Faust.

Erstmal rauf, rauf, rauf den Berg rauf auf etwa 750m. Ich Depp hab nicht richtig geschaut und einen Wanderweg erwischt, der natuerlich super steil war und auch noch Stufen enthielt, wo ich das Bike tragen musste. Nach den ersten 4km, bereits total im Eimer, konnte ich endlich die ersten MTB Tracks nutzen. Und wenig spaeter stand es vor mir, das Schild zum “National Downhill” Track mit Schwierigkeitsgrad 5 (very difficult). Nach ein wenig zoegern hab ich es wirklich gewagt da runter zu fahren und mir bleibt nur zu sagen – die spinnen diese Downhill Cracks. Das war teilweise so steil, da haette man niemals anhalten koennen geschweige denn zu Fuss gehen. Der Boden dabei alles andere als befahrbar mit tiefen Furchen, Wurzeln, angelegten Sprungschanzen, Huckelpiste oder einfach mal eine Ladung Steine hingekippt. Man hab ich geschwitzt auf meiner vorsichtigen Fahrt und die Jungs treten dabei sogar noch in die Pedale. Nach 2,5km bin ich unversehrt am Ende angekommen und auch das Rad war am Ende seiner Kraefte, siehe Achter im Vorderreifen :-)

Danach bin ich nur noch Strecken mit Schwierigkeitsgrad 3 bis 4 runter. Die gingen ohne Angstschweiss, obwohl hier und da Spruenge und steile Passagen dabei waren. Alles in allem hab ich etwa 30km runtergerissen, hab 700 Hoehenmeter ueberwunden und dabei vielleicht 4 andere Radfahrer getroffen. Dieser Wald ist echt ein Paradies fuer Mountainbikes, dabei hab ich nur geschaetzt 1/4 der angelegten Tracks gesehen. Am Ende hatte ich keinen Stress mein Bike in dem Zustand abzugeben und hab mich zurueck im Hostel erstmal mit einem Bier belohnt.

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Am Mittwoch stand endlich mal eine sportliche Aktivitaet auf dem Programm. Auch hier muss man sich

entscheiden, denn es gibt so viel Auswahl: Rafting, Sledging (Fluss runter mit Body Board), Skydive,

Bungy Jumping, Canoe & Kayak, etc. Ich hab mich fuer Mountain Biking entschieden, schliesslich sind

die Redwoods (Whakarewarewa Forest) das Zuhause der besten Tracks des Landes und es kostet zudem

keinen Eintritt. Ein eingermassen taugliches Rad war schnell aufgetrieben und mit einer Karte in der

Tasche gings los auf eigene Faust.
Erstmal rauf, rauf, rauf den Berg rauf auf etwa 750m. Ich Depp hab nicht richtig geschaut und einen

Wanderweg erwischt, der natuerlich super steil war und auch noch Stufen enthielt, wo ich das Bike

tragen musste. Nach den ersten 4km, bereits total im Eimer, konnte ich endlich die ersten MTB Tracks

nutzen. Und wenig spaeter stand es vor mir, das Schild zum “National Downhill” Track mit

Schwierigkeitsgrad 5 (very difficult). Nach ein wenig zoegern hab ich es wirklich gewagt da runter zu

fahren und mir bleibt nur zu sagen – die spinnen diese Downhill Cracks. Das war teilweise so steil,

da haette man niemals anhalten koennen geschweige denn zu Fuss gehen. Der Boden dabei alles andere

als befahrbar mit tiefen Furchen, Wurzeln, angelegten Sprungschanzen, Huckelpiste oder einfach mal

eine Ladung Steine hingekippt. Man hab ich geschwitzt auf meiner vorsichtigen Fahrt und die Jungs

treten dabei sogar noch in die Pedale. Nach 2,5km bin ich unversehrt am Ende angekommen und auch das

Rad war am Ende seiner Kraefte, siehe Achter im Vorderreifen :-)
Danach bin ich nur noch Strecken mit Schwierigkeitsgrad 3 bis 4 runter. Die gingen ohne

Angstschweiss, obwohl hier und da Spruenge und steile Passagen dabei waren. Alles in allem hab ich

etwa 30km runtergerissen, hab 700 Hoehenmeter ueberwunden und dabei vielleicht 4 andere Radfahrer

getroffen. Dieser Wald ist echt ein Paradies fuer Mountainbikes, dabei hab ich nur geschaetzt 1/4 der

angelegten Tracks gesehen. Am Ende hatte ich keinen Stress mein Bike in dem Zustand abzugeben und hab

mich zurueck im Hostel erstmal mit einem Bier belohnt.

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Marco on December 8th, 2009

Viele der Attraktionen um Rotorua sind leider nicht mit oeffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Ohne Auto kann man entweder auf ein Lift hoffen, reist mit dem “Kiwi-Bus” durch Neuseeland (die vom Hostel bis zu den Tagestouren alles fuer einen planen) oder man schmeisst einem Anbieter Geld in den Rachen. Um Rotorua kann man locker 50 verschiedene Touren machen, viele davon aehneln sich oder zeigen das Gleiche nur an einem anderen Ort. Es gibt z.B. 5 Anbieter, die genau den gleichen Fluss raften oder ~10 Maori Doerfer die Tanzvorfuehrungen machen und einen Hangi zubereiten (Essen gekocht in einer thermalen Quelle im Boden). Habe mir schliesslich die folgenden beiden ausgesucht, da fuer mich das besondere in der Gegend ganz klar die vulkanischen Aktivitaeten sind.

Im Wai-O-Tapu – Thermal Wonderland kann man, wie der Name schon sagt, jede Menge von diesen heissen Quellen, kochenden Schlammloechern und Kratern sehen. Der komplette Walk dauert nur etwa 1,5 Std, wobei zumindest auf der Touri Map ein Highlight neben dem anderen ist. Fuer mich besonders interssant waren:

1) Lady Knox Geyser – Ein Geyser der jeden Morgen um 10:15 Uhr mit ein wenig biologisch abbaubarer Seife zum spucken gebracht wird (15-20 Meter fuer etwa 1 Std). Fuer alle Backpacker heissts da, Klamotten runter und waschen, warmes Wasser hats genug.

2) The Champagne Pool – Eine heisse Quelle mit 65m im Durchmesser und 62m tief. Wassertemperatur an der Oberflaeche angenehme 74°C und die vielen Blasen darauf erinnern wirklich an Champagner, der in einem Glas vor sich hinperlt. Der rote Rand schaut zudem unheimlich gut aus.

3) Devil`s Bath – Eigentlich nur ein Wasserloch, aber die Farbe ist echt abgefahren gruen. Man nehme Wasser vom Champagne Pool mische ein wenig Schwefel und Mineralien hinzu, lasse die Sonne darauf strahlen und man bekommt neon-gift-gruen, is doch einfach oder.

Nach meinem Mittagessen bestehend aus ein paar Sandwiches die ich mir im Hostel gemacht hatte, gings weiter zum Waimangu – Volcanic Valley. Der erste Blick in das Tal machte schon einmal einen gruenen Eindruck, viel Wald und zwischendrin Thermalquellen, Seen und Felsen. Das ganze entstand 1886 bei einem gewaltigen Ausbruch des Tarawera Vulkans. Dabei wurde laut unserem Busfahrer das 8te Weltwunder die “Pink and White Terraces” zerstoert. Das Tal wird als neuestes geothermisches System angepriesen an dessen Ende der Rotomahana See (uebersetzt: warmer See) ein Paradies fuer Voegel bietet. Auch hier wieder jede Menge Highlights auf der Karte, die man manchmal suchen muss obwohl man direkt davor steht. Fuer euch deshalb meine Top 3 aus Waimangu:

1) Echo Crater & Frying Pan Lake – Mit einem pH Wert von 3,5 (Saeure) duerfte sich das mit dem Baden im schoen dampfenden See erledigt haben, der ausserdem die weltweit groesste heisse Quelle ist. Beeindruckend sind die rauchenden Felsen im Hintergrund, sowas sieht man in der Fraenkischen Schweiz nicht.

2) Inferno Crater – Wie kann etwas so wunderschoenes so toetlich sein. Mit einem pH Wert von 2,2 (noch mehr Saeure) und diesem hell blau Wasser kann man leicht auf besonders dumme Gedanken kommen. Unterirdisch hat das Dingen einen Geyser, der alle 30-70 Tage loslegt und den Wasserspiegel steigen laesst. Ein kleiner Bach an dessen Ufer kein Grashalm zu sehen ist, nur tote Erde, transportiert das Wasser ab. Daraufhin sinkt der Wasserspiegel drastisch bis vom See fast nix uebrig ist, ein staendiges auf und ab also. Die Fotos von mir sind 1 Tag nach Ueberlaufen, ein wenig frueher und ich waere live dabei gewesen, damn.

3) Und der dritte Platz geht an die Bootsfahrt auf dem “Lake Rotomahana”. Ich war zwar nicht dabei, aber wer fuer 40min Tuckerfahrt auf einem See mit Voegeln mehr verlangt, als der Eintritt vom Park selbst kostet, der muss einiges zu bieten haben. Allein dafuer werde ich auf jeden Fall wiederkommen ;-)

Fazit:
In Sachen thermische und vulkanische Attraktionen habe ich sehr gut gewaehlt. Es war eine ganz neue Welt mit heissen Quellen, tiefen Kratern in denen Schlamm vor sich her blubbert, saeurehaltigen Seen und toter Erde. Haette gerne noch ein “Hangi Meal” (Maori kochen Essen in Erdloechern an einer thermischen Quelle) mitgenommen, aber es hat sich leider nicht ergeben, naja naechstel Mal.

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Marco on December 7th, 2009

Insgesamt habe ich fuer 5 Naechte in Rotorua im Hostel eingecheckt und kann 4 volle Tage hier verbringen. Gleich auf der anderen Strassenseite befindet sich der Kuirau Park, eine vulkanische Area zuletzt aktiv 2003. Neben einem Kratersee der mal richtig gruen ist, gibts jede Menge Stellen mit kochendem Schlamm und heissen Pools. Wo man hinschaut kommt Qualm aus der Erde. Selbst in der benachbarten Siedlung hat eigentlich jeder einen rauchenden Steinhaufen im Vorgarten und aus manchen Gullideckeln auf der Strasse qualmt es als haette jemand einen Silvesterkracher reingeworfen. Echt abgefahren. Das ganze hat natuerlich seinen Preis, es riecht hier ueberall nach Schwefel, manchmal mehr manchmal weniger.

Rotorua selbst wurde in einen riesigen Krater gebaut und hat insgesamt 16 Seen zu bieten, wobei der groesste der “Lake Rotorua” ist, an den die Stadt angrenzt. Man kann hier wunderbar langspazieren und den Segelboten zuschaun oder in das Vogelschutzgebiet der “Sulphur Bay” gehen. Die Moeven da sind ziemlich angriffslustig und man kommt sich vor wie Ronja Raeubertochter, die von diesen schwarzen “Voegeln” attackiert wird. Zwischendurch schiessen die sogar aus dem letzten Loch ein paar Warnschuesse ab, getroffen haben sie zum Glueck nicht. Die “Gouvernment Gardens” haben mit dem alten Rathaus im englischen Stil, einem Rosengarten und diversen huebsch angelegten Gruenflaechen all das zu bieten, was aeltere Herrschaften am Sonntag besonders gerne besuchen. Dementsprechend kurz war mein Aufenthalt dort.

Damit ich unter Meinsesgleichen, den Backpackern, nicht ganz so schlecht abschneide, hab ich mir daraufhin einen Tag in der Polynesian Spa gegoennt. Fuer umgerechnet 40 Euronen konnte ich in 4 thermalen Pools mit verschiedenen Temperaturen (36-42°C) und Seeblick baden. Dazu noch eine 1/2 stuendige Ganzkoerper- Massage unter einer warmen Mineraldusche von einer unglaublich talentierten, im knappen Bikini begleideten, 23 jaehrigen Schoenheit. Naja gut, die gute Dame hatte nen Badeanzug an und war Mitte 40, aber fest zupacken konnte sie trotzdem ;-) Bin dabei fast eingeschlafen so entspannend war das. Danach konnte ich weiter unbegrenzt die Pools nutzen, bis meine Haut schoen schrumpelig war. Vorher war ich noch beim Friseur meine Spitzen schneiden lassen und alles in allem seh ich nun wieder aus wie ein junger Huepfer! Ein richtiger Beauty Tag war das heute, aber dafuer hab ich ja Urlaub.

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Marco on December 4th, 2009

Wie schnell die Zeit doch vergeht. Nun sind knapp 3 Monate Australien schon vorbei. Ich habe jede Menge erlebt und bin nun zum Urlaub machen nach Auckland geflogen, um mir die Nordinsel von Neuseeland ein wenig anzuschaun. Der Flug von Melbourne aus dauert 3 Stunden, wobei man noch 2 Stunden Zeitverschiebung hat. Im Vergleich zu Deutschland bin ich nun bei +12 Stunden angekommen. Gut fuer alle diejenigen, die mich noch nie leiden konnten, weiter weg gehts kaum ;-)

Nachdem das Wetter hier mit 15°C und Regen eher bescheiden ist, versuche ich wenigstens ein wenig die Stadt zu erkunden. Fuer den Aufstieg zum benachbarten Vulkan fehlt mir die richtige Ausruestung. Morgen mach ich mich dann auf nach Rotorua. Da gibts insgesamt 16 Seen, heisse Quellen, Hoehlen, Wanderwege, etc … da wird mir bestimmt nicht langweilig. Danach hab ich noch nix geplant, ich lass mich einfach ein wenig treiben.

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