Marco on December 2nd, 2009

Anreise mit Mietwagen am Sonntag 29 Nov.

Mo 30.11
Um 6:30 Uhr aufgestanden, eben Fruehstueck und ein paar Sandwiches gemacht. Zum Wilsons Promontory waren es von unserem Hostel in Fosters etwa 45min Fahrt. Gleich am Anfang des Parks nahmen wir die erste Abzweigung fuer eine 5km Wanderung zum “Millers Landing” Beach, nett aber nichts besonderes. Konnten in den fruehen Morgenstunden ein paar Kaengurus sehen, aber vorallem die Auswirkungen eines Waldbrandes, der vor Kurzem ueber weite Teile des Parks wuetete. In Tidal River, dem einzigen Ort des Parks, schnappen wir uns in der Touri Info jede Menge Material ueber die zahlreichen Wanderungen und holten Infos ueber gesperrte Regionen des Parks. Der Bordwalk am oertlichen Fluss, der von den Eukalyptus Baeumen ganz braun gefaerbt war, war gegen Mittag erledigt und es ging zum anstrengensten Teil des Tages. Der Walk zum Gipfel des Mount Oberon dauerte oneway etwa 1,5 Std, doch die Aussicht von dort auf das Land und besonders die Kueste war`s wert. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und wir mussten uns dick einpacken. Beim Squeaky Beach kam dann doch endlich die Sonne etwas raus. Der Sand dort ist besonders weiss und quietscht beim Laufen an den Fuessen, daher wohl auch der Name. Nach 25 km wandern waren wir einigermassen fertig und machten uns gegen 17 Uhr auf den Rueckweg zum Hostel. Dort verbrachten wir einen lustigen Abend mit ein paar anderen Backpackern in Zimmerlautstaerke in der Kueche. Einer der Gaeste rastete dennoch voll, kam aus deinem Zimmer geschossen und Schrie wie wild “Shut up”. Als ob das noch nicht reichte hatte er auch noch nen Hammer in der Hand und drohte damit zuzuschlagen. Die Nacht war friedlich und der Typ am naechsten Morgen verschwunden. Haben das den Besitzern gemeldet, die daraufhin den Tuercode geaendert und eine Meldung an die anderen Hostels rausgegeben haben. Was ein Freak, aber wenigstens hatten alle was zum Lachen am naechsten Morgen.

Di 01.12
Ein wunderschoener Fruehlingstag, die Temperaturen nun ueber 20°C und nur leicht bewoelkt. Wir hatten uns gegen eine 30 km Wanderung zum suedlichsten Punkt Australiens entschieden und liessen den Tag ruhig angehen. Im Wilsons angekommen war unser erster Stop der “Sparkes Lookout”. Ein 2,5 km Walk durch mehr oder weniger verbrannten Wald, den Berg hinauf und da war er, der perfekte Ausblick aufs Meer. Wir waren alle vom blau des Meeres fasziniert, dass zur Kueste hin dann in ein tuerkis-blau ueberging. Die vorgelagerten Inseln brachten etwas Abwechslung und am Gipfel selbst runde Felsen die einerseits eine schoene Kulisse boten und andererseits zum Picknick einluden. Wir haben da bestimmt 2 Stunden mit Bilder knipsen, essen oder einfach nur in die Ferne schaun verbracht. Dagegen war der naechste Walk der reinste Reinfall. Eine Touristenattraktion, der “Lilly Pilly Gully Rainforest Walk” – ueberall angepriesen und dennoch nix aufregendes. 3 km ging es rein in den Wald, dann einmal im Kreis und eigentlich wieder zurueck. Haben fuer den Rueckweg aber eine gesperrte Strecke genommen, auf der lediglich 2 Bruecken von den Feuern zerstoert wurden und easy umgangen werden konnten. Am interessantesten dabei waren zum einen grosse Kaefer, die einen Hoellen Laerm machten, und zum anderen die frischen Triebe an total verkokelten Baumstaemmen. Zum Abschluss unserer Tour dann die “Picnic Bay”, wo wir erstmal ein Sonnenbad genommen haben. Zufaelligerweise ist uns aufgefallen, dass man von dort den perfekten Blick auf den Sonnenuntergang hat. Besser haetten wir es nicht planen koennen, manchmal hat man halt auch Glueck. Die Dunkelheit holte jede Menge Tiere aus ihrem Versteck und so dauerten die 40km nach Foster eine halbe Ewigkeit. Ganze Herden von Kaengurus & Wallabies schauten dumm aus der Waesche, als wir an ihnen vobeifuhren und zum Glueck hate keines Kuschelbedarf mit unserem Auto.

Fahrt zurueck nach Melbourne am Mi 02.12

Fazit:
Da es nur eine Strasse im Park gibt, macht man normalerweise eine 3 Tages Tour mit Uebernachtungen in Bushcamps oder sogar einem Leuchtturm. Doch auch mit den zahlreichen 2-10 km Wanderungen kann man einiges aufregendes Sehen und Erleben. Leider gab es diese Waldbraende sonst waeren bestimmt noch mehr Tiere unterwegs gewesen. Die Straende waren durchweg sauber und teilweise mit weissem Sand ein quitschendes Erlebnis. Besonders gut haben uns die Lookouts gefallen, wo man die Stille geniessen kann und einen tollen Blick auf die zerklueftete Kueste und das Meer hat. Von mir gibts ein klares: “Das muss man gesehen haben !”

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Marco on November 29th, 2009

Bin am Donnerstag Abend in Melbourne angekommen. Fuer einen kurzen Walk am Fluss entlang hat die Zeit noch gerreicht. Wie schon in Brisbane befindet sich die Skyline auf der einen Seite des Flusses, auf der anderen ist eine Art Fussgaengerzone. Jedoch reihen sich in Melbourne ein Pub bzw Club neben den anderen, wo in Brisbane Park und Lagoon waren.

Am Freitag bin ich mit Tim (kenne ich aus Brisbane und ist von Sydney aus angereist) und Andreas (hab ich auf der Great Ocean Road Tour kennengelernt) zu den Victoria Markets. Wahnsinn wieviel Staende sich hier aneinander reihen, vom Fleischer ueber Obst- & Gemuesehaendler bis zu den Souvenirs-verkaufenden-Asiaten. Am Nachmittag hab ich dann ein Schlaefchen eingelegt, denn irgendwie hab ich mir wohl eine Erkaeltung eingefangen. Abends nur noch was gekocht und bisserl gelesen, schliesslich bin ich ja im Urlaub.

Der Samstag war aehnlich dem Freitag, nur waren wir nicht auf einem Markt, sondern auf der Sexpo, die ein paar Blocks weiter auf dem Messegelaende stattfindet. Wie zu erwarten waren ein Haufen leicht begleideter Maedels aber auch Jungs unterwegs und man konnte Erwachsenen- Spielzeug kaufen. Naja nichts besonderes dachte ich bis die beiden anderen wegen einer bestimmten Dame namens J. Haze ihren Verstand verloren. Wie zwei winselnde Hunde standen sie vor der kleinen Buehne und der Sabber lief schon raus. Eine halbe Stunde spaeter und 30 AUD aermer zeigten mir beide ihre frisch erstandenen persoenlichen Bilder mit ihr. Ich hab mir derweil die Motorrad Stunt Show angeschaut, die nebenan lief, konnte mit der spargelduerren Tussie mal gar nix anfangen. Am Abend hab ich mir noch nen Video angeschaut und bin frueh zu Bett, kack Erkaeltung.

Von Sonntag bis Mittwoch haben wir uns zu dritt ein Auto gemietet. Wir fahren nach Sueden in den Wilsons Promontory Nationalpark. Hier schon einmal ein paar Links dazu. Meine persoenlichen Berichte dazu folgen dann asap, keine Ahnung wann ich wieder Internet Zugang habe ;-)

http://www.parkweb.vic.gov.au/1park_display.cfm?park=217
http://www.australien-info.de/wilsons.html

Marco on November 27th, 2009

Gegen Mittag dann Ankunft auf der Great Ocean Road, die in die folgenden 4 Teile unterteilt wird: Farmland, Sandsteinkueste, Regenwald, Surferparadies. Richtig interessant wurde es erst an der Sandsteinkueste. Bereits der erste Blick auf die “Bay of Islands” liess das Herz hoeher schlagen. Die steile Kueste mit der roetlichen Faerbung, das blaue Meer mit etwa 2-3 Meter hohen Wellen und dann irgendwelche Felsen mittendrin. Auch die “Bay of Martyrs”, oder die London Bridge waren aehnlich und doch einzigartig fuer sich. Verschiedene Geschichten von unserem Guide gaben zusaetzlichen Input und wir hatten jeweils genug Zeit um Fotos und Eindruecke zu sammeln. Der 2te Bogen der London Bridge zum Festland hin ist zum Beispiel im Januar 1990 eingestuerzt. Einzig Ueberlebende ein Paar, die sich dort zu einem romatischen Taechtelmaechtel eingefunden haben. Beide waren verheiratet, aber nicht miteinander, deswegen versuchten sie immer den Kameras der Medien auszuweichen, aber ohne Erfolg, hehe. In Port Campbell angekommen bezogen wir unser Hostel direkt am Strand und machten uns nach dem Abendessen auf zum Hoehepunkt des Tages, Sonnenuntergang bei den 12 Apostels. Wie oft sieht man schon die Sonne im Meer untergehen und dann auch noch bei einer so spektakulaeren Umgebung.

Ehe es nochmal kurz zu den 12 Apostels ging, war am dritten Tag ein besonderer Strand angesagt, der “Loch Ard”. Einzige Ueberlebende bei einem Schiffunglueck Anfang 1900 waren ein Mann und die Tochter einer reichen Familie, die er aus dem Wasser gezogen hatte. Da ihr Nachthemd nass war und er damit ihre “Goodies” sehen konnte, musste er nach damaligem Brauch um ihre Hand anhalten. Sie lehnte ab, er wurde Fischer mit 2 Soehnen, die beide bei einem Schiffsunglueck starben. Schliesslich kam auch er bei einem Sturm auf hoher See ums Leben. Und die Moral von der Geschicht: Haette er sich mal lieber nen Job auf dem Land gesucht, oft genug gewarnt wurde er ja. Mit den “Gibsons Steps”, die ein Farmer in den Fels schlug, um im Meer angeln zu koennen, verliessen wir dann Teil 2 der Great Ocean Road.

Auch wenn vom Regenwald nicht mehr viel uebrig ist, erschloss sich ein paar Minuten Busfahrt spaeter eine komplett andere Vegetation. Im Great Otway Nationalpark kann man bei “Maits Rest” den Wald noch so erleben, wie er 100 Jahre vorher noch weite Teile der Region bedeckte. Durch Abholzung fuer Landwirtschaft, aber auch durch grosse Feuer ist auf weiten Strecken eine langweile Huegellandschaft entstanden. Immer mehr Wald muss zudem dem wiederstandfaehigem Bambus weichen, der nach einem Feuer ganz einfach wieder aus der Wurzel spriest als waere nichts gewesen.

Die Strasse in den Kuestenregionen wurde mit Dynamit in den Fels gesprengt und schlaengelt sich am Meer entlang. Wir befinden uns inzwischen auf dem Surfteil der Great Ocean Road. Straende und kleine Ortschaften, die meist durch den Walfang entstanden sind und nun vom Tourismus leben, wechseln sich ab. Am Bells Beach sehen wir besonders viele Surfer, ein weltbekannter Strand bei dem jaehrlich irgendwelche Meisterschaften abgehalten werden. Auch der Kinofilm “Point Break” wurde dort gedreht. Unser Guide, wie immer bedacht um unser Wohl, machte im australischen “Herzogenaurach” (Torquay) einen letzten Stop vor Melbourne, denn die Heimat von Billabong und RipCurl lud in diversen Outlets zum Shoppen ein. Gegen 19 Uhr war es dann soweit, Abschied nehmen und Whales nochmal kraeftig die Haende schuetteln fuer einen weiteren Trip mit jeder Menge Aktion, Spass, gutem Essen und besonderen Eindruecken.

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Marco on November 25th, 2009

Meine 2te Tour mit GroovyGrape startete gegen 7:00 Uhr ab Adelaide. Lustigerweise war der Guide genau der gleiche wie auf KI, aber die Gruppe bestand diesmal aus 19 Leuten (15 Maedels) und wir hatten einen groesseren Bus. Aus der Stadt draussen haben wir kurz an einem Lookout stop gemacht, um unsere Route zu besprechen und einen Blick auf die sich grosszuegig erstreckende Planstadt Adelaide zu riskieren. Die naechsten Stunden verbrachten wir dann im Bus, bzw wegen der vielen Maedels auch haeufig an Rastplaetzen mit Toiletten. Zwischen South Australia und Victoria waren in der Grenzstadt “Bordertown” (wie einfallsreich) weisse Kaengurus zu sehen, ein wenig spaeter dann ein See mit pinkem Wasser. Das kommt von einer bestimmten Algenart, die den selben Farbstoff wie Karotten enthalten und durch Wasser & Sonne eher rosa rueberkommen. Die Leute aus South Australien moegen ausserdem die Victorianer nicht besonders, weil die alles klauen, wie zum Beispiel die Formel 1 (vorher in Adelaide). Die Uhr musste man mal wieder umstellen (+ 30 min), ansonsten nix los bis zu unserem ersten eigentlichen Ziel, die Grampians.

Die MacKenzie Falls waren in den Nachmittagsstunden ein geeigneter Ort, um mal die Fuesse ins kalte Nass zu stecken. Leider war das Baden verboten, da bereits einige an den spitzen Steinen im Wasser Verletzungen bis Tod davongetragen haben. Wer genau hinschaut kann einen Regenbogen im Wasserfall erkennen, sehr nice. Bevor wir unser Nachtquartier in Halls Gap in einem Hostel bezogen haben, gings noch zum “Reeds Lookout”. Von dort hatte man einen grossartigen Ausblick auf die Gebirgskette der Grampians.

Tag 2:

Bereits um 6:00 Uhr hiess es “Raus aus den Federn”… und das im Urlaub. Die erste Aktion des Tages war der Aufstieg zum “Pinnacle”, durch den sogenannten “Grand Canyon”. Die kuehle Luft und die Morgensonne waren das richtige Klima, um mal eben ein paar Hundert Hoehenmeter zu erklimmen. Der Walk war ein echtes Erlebnis. Jede Menge Schluchten, bizzare Felsformationen und dazu meist Sandboden, wo bekommt man sowas sonst? Die Aussicht am Gipfel war nicht minder spektakulaer. Zurueck in Halls Gap noch eben im Aboriginal Culture Centre reingeschaut und die Entstehung der Grampians aus deren Sicht erklaert bekommen. Kurz zusammengefasst: irgendwas mit nem riesigen Dinosaurier- Straus, der sein Ei beschuetzt und dabei ausversehen diese lustigen Schluchten geformt hat.

-> weiter gehts im Post “Great Ocean Road”

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Marco on November 23rd, 2009

Der Trip nach Kangaroo Island ist vorbei und es steht ein Tag Erholung bevor. Die Nacht war leider nicht so ergiebig, denn meine Zimmerkollegen (4 Jungs & 2 Maedels) meinten ab 0:30 Uhr keine Ruecksicht nehmen zu muessen und hielten mich bis locker 4 Uhr wach. Naja, teilweise wars echt witzig und irgendwie gehoert das ja dazu. Schliesslich war’s Sonntag an dem Australier genauso feiern gehen wie Fr oder Sa. Ab spaetestens 16 Uhr sind alle Pubs gefuellt und zudem stehen die grossen Sommerferien bevor und die Schulabgaenger haben bereits frei. Nichts desto trotz konnte ich stressfrei mein Zimmer wechseln, denn am Dienstag muss ich frueh raus und wollte wenigstens eine Nacht durchschlafen. Die naechste Tour steht bevor, eine Fahrt nach Melbourne entlang der Great Ocean Road und dem Grampions Nationalpark. Damit heisst es wieder Abschied nehmen von Internet & Erreichbarkeit, meine naechsten Berichte duerft ihr gegen Freitag erwarten. Wenn ich Glueck hab hab ich wieder den gleichen Guide wie schon auf Kangaroo Island und kann nur noch hoffen, dass das Wetter etwas besser wird.